CBD ist schon lange kein Reizwort mehr. Wir haben uns langsam und allmählich an den Begriff ‘CBD’ gewöhnt, aber wissen wir auch, woraus es besteht? Nach unserem Blog mit umfassender Erklärung des Endocannabinoid-Systems dringen wir jetzt auch tiefer in Welt der der Cannabinoide ein.

Was sind Cannabinoiden?

Zuerst: Was sind Cannabinoiden überhaupt? Cannabinoide sind eigentlich chemische Substanzen (Signalmoleküle), die zu bestimmten Rezeptoren in unserem Endocannabinoid-System passen. Dieses System ist in unserem Körper verbreitet. Und nicht nur unserem. Jedes Lebewesen hat ein solches System; Hunde, Pferde, Fische, Vögel und sogar Weichtiere.

Jedes Lebewesen hat ein Endocannabinoid-System

Einfach ausgedrückt ist das Endocannabinoid-System somit der Signalgeber unseres Körpers. Es repariert nichts, sondern gibt nur Signale an das Gehirn weiter, damit diese Hilfsmittel senden können. Die Überprüfung des Körpers erfolgt durch dieses System ziemlich genau. sogar bis auf Zellebene. Da sich Cannabinoide an bestimmte Rezeptoren anlagern können, führt dies zu bestimmten Reaktionen in unserem Körper.

Möchten Sie mehr über das Endocannabinoid-System erfahren? Lesen Sie unseren Blog ‘Endlich: das Endocannabinoid-System deutlich erklärt’.

Drei Typen Cannabinoide

Obwohl Cannabinoide besonders in Hanf- und Cannabispflanzen vorkommen, treten sie auch woanders auf. So leben wir Lebewesen – Menschen und Tiere – sie selber her, und sie können synthetisch im Labor reproduziert werden.

Die bekanntesten Cannabinoide zum jetzigen Zeitpunkt sind THC und CBD (abgekürzt für Cannabidiol). CBD ist eines von hunderten anderer Cannabinoide. Wenn Sie sich das Grundprinzip von Cannabinoiden genau anschauen, können drei allgemeine Typen unterschieden werden. Diese Auswahl erfolgt durch Blick auf deren Ursprung.

  1. Phytocannabinoide: Cannabinoide, die durch Harzdrüsen an Blüten und Blättern von Cannabispflanzen (Hanf- und Cannabispflanzen) wie CBD gebildet werden.
  2. Endocannabinoide: körpereigene Cannabinoide wie Anandamid.
  3. Synthetische Cannabinoide: Künstliche Cannabinoide aus dem Labor.

Phytocannabinoide

Phyto bedeutet Pflanze und Phytocannabinoide sind die Cannabinoide, die in der Cannabispflanze gebildet werden. Viele verschiedene Cannabinoide werden von der Pflanze selbst durch die Harzdrüsen der Blätter und Blüten produziert. Es gibt viele verschiedene Phytocannabinoide, aber wir beschränken uns auf die fünf bekanntesten.

Die Hanfpflanze

1. CBD(A) (Cannabidiol (-säure))

CBDA ist eigentlich die Vorform oder Säureform von CBD. Das zusätzliche A bei CBDA steht für "Acid" = Säure. Nur eine sehr geringe Menge an CBD kommt natürlicherweise in der Pflanze vor und viel mehr CBDA. Diese Säureform (CBDA) ist die rohste Form von Cannabis. Durch Erhitzen von CBDA oder langes Einwirken von UV-Licht wird diese Säureform in CBD umgewandelt.

2. THC(A) (Tetrahydrocannabinol (-säure))

Dies ist im Grunde das Gleiche wie bei CBDA. THC wird durch Erhitzen von THCA erzeugt. Sie können von THCA nicht high werden. Nur wenn diese Substanz erhitzt wird, wirkt sie psychoaktiv.

Hinweis: Die meisten Cannabispflanzen enthalten naturgemäß viel mehr THCA und eine geringe Menge CBDA. Bei Hanfpflanzen ist dies umgekehrt. Dies ist auch der Grund dafür, dass Sie nicht mit Hanf high oder stoned werden können. Hanfpflanzen werden bei der Herstellung von CBD-Produkten verwendet.

3. CBC (Cannabichromen)

CBC ist neben CBDA und THCA das häufigste Cannabinoid in Cannabis (Hanf- und Cannabispflanzen). CBC ist dafür bekannt, dass es den Abbau der Endocannabinoide verlangsamt und die Anzahl der Endocannabinoide im Körper erhöht.

4. CBG(A) (Cannabigerol (-säure))

CBGA ist der Vorgänger von CBG. CBGA wandelt sich durch Erhitzen in CBG um. CBG wird als "Stammzelle" oder "Mutterzelle" anderer Cannabinoide angesehen. Betrachtet man nur die Strukturformel, so bildet dies die Grundlage, aus der drei andere wichtige Cannabinoide ihre Formel bilden. THCA, CBDA und CBCA.

Strukturformel von CBG

5. CBN

CBN ist eigentlich das Abfallprodukt von THC. Wenn THC durch Licht oder Wärme zersetzt wird, entsteht CBN. Da dieses Cannabinoid eigentlich ein Abfallprodukt ist, wird es auch in Pflanzen wenig gefunden. Da es sich bei CBN um ein Abfallprodukt aus THC handelt, hat es dennoch die milde psychoaktive Wirkung von THC.

Endocannabinoide

Endocannabinoide sind vom Körper selbst hergestellte Neurotransmitter (Signalsubstanzen). Diese Substanzen existieren nur für kurze Zeit und sind besonders häufig in unserem Endocannabinoidsystem, wo sie an die CB1- und CB2-Rezeptoren binden. Das kurze Vorhandensein dieser Substanzen beruht hauptsächlich auf dem FAAH-Enzym (Fettsäureamid-Hydrolase), das diese Substanzen abbaut. In dieser Kategorie befinden sich zwei bekannte Endocannabinoide.

1. Anandamid

Dies ist das allererste Endocannabinoid, das Wissenschaftler Anfang der neunziger Jahre entdeckten. Der Name bezieht sich auf das Glücksgefühl, das diese Substanz geistig und physisch hervorruft.

2. 2-AG

2-AG ist das zweite Endocannabinoid, das Wissenschaftler entdeckt haben. Dieses Endocannabinoid kommt in unserem Gehirn in hohen Konzentrationen vor.

Synthetische Cannabinoide

Synthetische Cannabinoide sind alle Cannabinoide, die in unserem Körper oder in Pflanzen nicht natürlich vorkommen. Diese Cannabinoide werden von Menschen in einem Labor hergestellt (wahrscheinlich!). Manchmal werden diese Cannabinoide für bestimmte Medikamenten verwendet.

Wollen Sie mehr erfahren? Lesen Sie unseren Blog!

Wollen Sie mehr darüber herausfinden, wie Cannabinoide mit dem Endocannabinoid-System interagieren? Oder wie dieses System in unserem Körper funktioniert? Lesen Sie unseren Blog: ‘Endlich: das Endocannabinoid-System deutlich erklärt’’.